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Knorpel

Knorpelschäden können beispielsweise Folgen von Verletzungen und Traumen sein. Hierbei wird der Knorpel meist nur an einer Stelle mehr oder weniger stark beschädigt (isolierter Knorpelschaden). Ist der Knorpelschaden grossflächig und in vielen Kompartimenten des Gelenkes anzutreffen ,so sprechen wir von Abnutzung (Arthrose). Solche Abnutzungserscheinungen können durch einen natürlichen Alterungsprozess zustande kommenaber auch Fehlstellungen wie „O und X „Beine führen zu einzeitiger Belastung und damit zu vorzeitigen Verschleisserscheinungen.

Unsere operativen Empfehlungen orientieren sich an den anatomisch veränderten Gegebenheiten des geschädigten Knorpels, wobei wir neben der Flächenausdehnung und der Tiefenausbildung des Knorpeldefektes, die Lokalisation sowie Begleiterkrankungen ( Bandinstabilität, Achsenfehlstellung, etc ) in unser operatives Management einbeziehen.Grundlegend aber ist unsere Philosophie bei klinischem Verdacht auf einen Knorpelschaden per Diagnostik (insbesondere Kernspintomogramm) diesen zu verifizieren bzw.auszuschliessen.


Microfracturierung (Animation zum Operationsverfahren Rekonstruktion von Knorpeldefekten -Mikrofrakturierung)

Zunächst setzt der Operateur zwei kleine Hautschnitte an der Vorderseite des Knies. Die Beschädigung des Gelenkknorpels im Knie wird dargestellt. Durch die Kanüle wird ein Arthroskopie-Shaver (Fräse) in das Knie eingeführt. Der geschädigte Knorpel wird mit dem Shaver bis zum darunter liegenden Knochen geglättet. Um die Schädigung wird eine stabile Knorpelkante geschaffen. Dann wird ein Bohrer für die Mikrofrakturierung in das Knie eingeführt. Mit diesem werden kleine Löcher im Bereich der Schädigung gebohrt. Durch diese Löcher kann Blut aus dem Knochen austreten und den Defekt bedecken. Das Blut bildet ein Gerinnsel über dem geschädigten Gelenkknorpel, das in den Wochen nach der Operation in eine andere Knorpelform umgewandelt wird und schließlich den Knorpeldefekt bedeckt.


BioMatrix

Bei mittleren isolierten Knorpeldefekten versorgen wir unsere Patienten mit dem Biomatrix System.Fertige Kollagen Typ 1 Zylinder werden nach vorherigem Ausstanzen des Knorpeldefektes implantiert. Der Zylinder dient als Gerüst für das Einwachsen von Zellen und Matrix und unterstützt die Neubildung von hyalinem Knorpel und Knochen. Der grosse Vorteil dieses Verfahrens ist die arthroskopische Operation ohne Eröffnung des Gelenkes.


OATS-Plastik

Bei der Knorpel-Knochen-Transplantation (OATS) handelt es sich um eine direkte Knorpeltransplantation von eigenem unbeschädigtem Knorpel, der an Stellen wo er physiologisch nicht gebraucht wird, z.B. am Rand des Oberschenkelknorpels entnommen und als Ersatz für zerstörten Knorpel in das Gelenk eingesetzt wird. Mit dieser Methode werden mittlere Defekte des Gelenkknorpels behandelt. Diese werden dann in gleich groß ausgestanzte Öffnungen im beschädigten Knorpelbereich eingefügt.


ACT/MACI

Bei der Autologen Chondrozyten-Transplantation (ACT) wird körpereigenes Knorpelgewebe vervielfältigt, sozusagen auf Menge gezüchtet und danach in die Defektstellen eingesetzt. Zur ACT sind zwei Eingriffe nötig. Zunächst erfolgt eine arthroskopische Entnahme der Knorpelzellen an einer unbelasteten Stelle. Dann erfolgt die Vermehrung der Knorpelzellen in einem Labor über einen bestimmten Zeitraum. Im zweiten operativen Schritt erfolgt die Transplantation in den geschädigten Gelenkbereich.

Bei der MACI (matrixgekoppelten autologen Chondrozytenimplantation) werden die gezüchteten Knorpelzellen auf ein Trägerflies gebracht ,um es besser in den Defektbereich einzubringen.Dort sollen diese Zellen neuen Gelenkknorpel bilden. Diese Verfahren haben zum Ziel eine spätere Arthrose zu verhindern.